Die 24-Stunden-Regatta 2018

OSG Teilnehmer bei der 24h Regatta.

Die Herz-Kreislaufbelastung ist ein Spiegelbild des Regattakurses. Bei Windstärke 5 bis 6 kann der Puls 170 Schläge/min erreichen…. Alle OSG-Segler im Regatta-Team hatten in diesem Jahr Puls! Es gingen 3 OSG-Teams bei der diesjährigen 24h-Regatta an den Start. So viele wie noch nie! Team Almar, Team Drumbo und Team Rosie stellten sich mit jeweils 2 x 8 und 1 x 6 Teammitgliedern dem Rennen!

Der Akademische Segler-Verein hatte zum 15. Mal in Kooperation mit dem Hochschulsport Hamburg an dem Segelsteg der Universität Hamburg diese Regatta ausgerichtet. Über einen Zeitraum von 24 Stunden wird die festgelegte Regattabahn auf der Alster vom Langenzug über Tonne 1 weiter zur Tonne 3 und zurück über die gelbe Hilfstonne (bei Tonne 8) in den Langenzug abgesegelt. Nach jeder Runde muss am Steg mindestens die Hälfte der Crew ausgewechselt werden. Das heißt möglichst dicht mit offenen Segeln am Schwimmsteg vorbei und im fliegendem Wechsel Crew runter und neue Crew rauf!

Die Vorbereitungszeit betrug nur wenige Wochen, um die OSG-Teams fit für die Regatta zu machen. Und es wurde wirklich fleißig trainiert! Team Almar und Team Drumo haben teilweise schon Regatta-Erfahrung aber das Team Rosie war neu dabei und mit dem knallroten Spinnaker wurden alle Tricks ausprobiert und neu erlernt.

Am 4. August war es endlich soweit und bei strahlendem Sonnenschein und sanften 2-3 Bft fanden sich alle 29 gemeldeten Teams und zahlreiche Zuschauer um 13.00 Uhr an der Startlinie ein. Der Spaß konnte beginnen, der Ruhepuls wich dem sportlichen Puls!

Fliegender Wechsel am Steg.

Eine Runde dauerte bei den sommerlichen Wetterverhältnissen rund eine dreiviertel Stunde und pünktlich zum Wechsel am Schwimmsteg waren die jeweiligen Teammitglieder zum Austausch bereit. Es spielten sich wahrlich abenteuerliche Szenen am Wechselsteg ab! Unter größtem körperlichen Einsatz sprangen die Segler von Bord und die neuen Crewmitglieder hinauf auf das Boot. Dabei wurde der eine oder andere Hechtsprung vollzogen, wenn das Boot nicht dicht genug am Steg war – es wurde sich auf dem Steg sportlich abgerollt wenn das Boot zu schnell war. Und wenn der Abstand zwischen Boot und Steg nicht stimmte, wurde sogar mal eine Wasserlandung daraus! Für Zuschauer und Teilnehmer ein großer Spaß! Spektakuläre Aktionen wurden mit kräftigem Applaus belohnt!

Boris durfte baden!

Es war ein ganz besonderes Erlebnis, die sich ändernde Stimmung auf der Alster auf sich wirken zu lassen. Die Tagesgäste auf dem Wasser wurden immer weniger und nur noch die Regatta-Teilnehmer tummelten sich auf der Alster, die Sonne ging langsam unter und die Geräusche der Stadt verstummten in der Dunkelheit. Besonders spannend war das Segeln während der Nacht! Der Wind flaute nicht wie erwartet ab, sondern blieb frisch und ließ bei den Seglern keine Langeweile aufkommen.

Das Rennen läuft weiter und auch bei dunkelster Nacht werden die Tonnen mit funkelndem roten Topplicht an Steuerbord umrundet. Die segelnden Crews fragen sich, ob die Wechselcrew rechtzeitig am Steg stehen wird oder ob sie im Schlafsack auf dem Steg nicht aus dem Nickerchen aufgewacht ist. Doch alles klappt – der Puls hilft – die Aufregung lässt niemanden ruhig schlafen und auch während der Nacht wird nach jeder Alsterrunde gewechselt.

Sonntagmorgen, die Sonne geht auf und taucht das Alsterufer in ein wunderschönes, goldenes Licht. Der sportliche Ehrgeiz ist ungebrochen und die Teams auf den Schwertzugvögeln, Congas, Piraten und C55 geben alles, um die Boote in der verbleibenden Zeit bis 13.00 Uhr bei teilweise sehr starken Böen aus Nordwest auf maximale Geschwindigkeit und Höhe zu bringen. Die letzte Runde nach Ablauf der 24 Stunden wird zu Ende gesegelt und tatsächlich schaffen es alle 3 OSG-Boote bis 2 Minuten vor 13.00 Uhr noch in eine weitere, letzte Runde zu segeln!

Rosie mit Konkurrenten.

Doch auch das tollste Event ist irgendwann vorbei und alle Teams sind heil durch das Ziel gesegelt! Das Team Almar ersegelte sich den „OSG-Sieg“, gefolgt von Team Rosie und Team Drumbo. Müde, glücklich und um viele Regatta-Erfahrungen reicher machen sich die Segler am späten Nachmittag nach Bekanntmachen des Endergebnisses und der Siegerehrung der ASV-24h-Regatta 2018 auf den Heimweg. Es war ein großartiges Wochenende mit Spaß, Leidenschaft, Herzrasen und ganz viel Teamgeist und Fairness!
 

Drumbo beim Wechsel am Steg:


 

Rosie beim Wechsel am Steg: