J70 Segeln auf dem Schweriner See

J70 – OSGlerinnen zu Gast auf dem Schweriner See

Vier verwegene Seglerinnen möchten unbedingt die J70 einmal segeln und machen sich Mitte Oktober auf den Weg nach Schwerin, um als Gäste des „Schweriner Yacht-Clubs e.V.“ das schöne Segelrevier Schweriner See kennenzulernen. Der Goldene Herbst meint es gut mit den Seglerinnen! Die Sonne strahlt und bei 2 bis 4 Bft herrschen optimale Bedingungen, um die J70 auszuprobieren.

Die J70 wird an Land klar gemacht und in das kleine Hafenbecken mit einem Kran zu Wasser gebracht. Dabei ist zu beachten, dass nach dem trockenen Sommer der Schweriner See bis zu einem halben Meter niedrigeren Wasserstand hat als normalerweise. Daher müssen die Untiefen des Sees weiträumig gemieden und umfahren werden!

Nach einer ausführlichen Revier- und Bootseinweisung legen die vier Seglerinnen voller Spannung ab. Ungewohntes Boot, aber leicht steuerbar (!), unbekanntes Revier (wunderschön!), alles klar zur Wende? – Klar!, alles klar zur Halse? – Klar! Die J70 läuft wirklich prima und ist gut zu segeln!

Begeisterung und Freude machten den Abenteurerinnen nach und nach mehr Mut, ihre Kreise zu vergrößern und weiter hinaus auf den See zu segeln. Am Nachmittag wird sogar der Gennacker gezogen und bei fast 9 Knoten Fahrt durch das Wasser ist das Segelfeeling perfekt – Spaß pur! Welch ein Erlebnis von einem Ende des Sees bis zum Anderen zu rauschen! Es sind so gut wie keine Boote Mitte Oktober mehr unterwegs und die Vier haben den See fast für sich alleine!

Zufrieden wird am späten Nachmittag wieder angelegt und die J70 wieder aus dem Wasser gehoben, um auf dem Trailer auf ihren nächsten Einsatz zu warten. Die Vier Seglerinnen werden im nächsten Jahr bestimmt wieder nach Schwerin zum Segeln fahren!

Vielleicht können die OSGler ja auch mal Gästes des „Schweriner Yacht-Clubs e.V.“ an der Alster begrüßen? Sie sind auf jeden Fall herzlich willkommen!

Wissenswertes:

Die J 70 ist ein schneller Speedster mit variablem Tiefgang. Hohe Stabilität, volle Kontrolle und geringes Gewicht zeichnen das Boot aus. Mast und Großbaum sind aus Carbon gefertigt. Gesegelt werden kann die J 70 als Regattaboot aber auch als schnelles Familien-Segelschiff. Das vielfach untersetzte Achterstag gibt einem dabei in Kombination mit dem Traveller und dem tiefen Kiel mit seiner Ballastbombe am Wind jederzeit die volle Kontrolle – selbst wenn man mit kleiner Crew bei böigem Wind unterwegs ist. Vor dem Wind bietet der asymetrische Gennacker, der am langen, ausfahrbaren Karbonbaum gefahren wird, enormen, aber leicht kontrollierbaren Vortrieb. Dabei ist das Boot trotzdem gutmütig. Charterbeauftragter des Yacht-Clubs ist André Keil, er koordiniert die Termine und gibt gerne Auskunft über die Konditionen.