Spannung, Sonnenschein und Fischbrötchen
Ein strahlend blauer Himmel, spät-sommerlicher Sonnenschein und neun hoch-motivierte Crews: Die diesjährige Herbstregatta bot am ersten Wochenende im Oktober eine Traumkulisse für den Saisonausklang. Einzig der Wind hätte für die ambitionierten Segler stellenweise etwas stärker sein können – der guten Stimmung an Bord tat das herbstliche Wetter jedoch keinen Abbruch.
Der Startschuss für das Segelwochenende fiel am Freitagmorgen in Flensburg. Um 9:00 Uhr stand die offizielle Übernahme der neun Segelyachten auf dem Plan. Während die Skipper Rigg und Elektronik kontrollierten, organisierten die Crews den Großeinkauf. Der Proviant musste koordiniert und an Bord verstaut werden, um am Wochenende gut versorgt zu sein.
Bevor die Leinen gelöst werden durften, stand ein wichtiger Programmpunkt an: die ausführliche Sicherheitseinweisung. Erst als jede Crew das Verhalten bei „Mensch-über-Bord“-Situationen verinnerlicht und die Rettungswesten angepasst hatte, gab es grünes Licht zum Ablegen. Ab mittags lief die Flotte schließlich nach und nach aus, um sich auf der Förde auf die ersten Manöver wie Wenden und Halsen einzustimmen. Am frühen Abend wurde das erste Tagesziel, die Marina Minde auf der dänischen Seite, angesteuert. Bei einem Bier am Steg traf man sich zur gemeinsamen Begrüßung.
Los geht’s!
Am Samstagmorgen wurde es ernst – um 11:00 Uhr startete die erste offizielle Segeletappe. Unter blauem Himmel und bei leichter Brise verwandelte sich die vermeintlich gemütliche Ausfahrt sofort nach Überqueren der Startlinie in ein echtes Taktikrennen. Jede Crew versuchte, die schwachen Windfelder optimal auszunutzen.
Die Belohnung wartete am Abend im Hafen von Langballigau. Die Organisation lief wie am Schnürchen: Die vorbestellten, frischen Fischbrötchen wurden den Crews direkt in die Cockpits geliefert, noch bevor die letzte Heckleine richtig fest vertäut war.
Das große Finale und der Pokal für Skipper Malte
Am Sonntag schlug auf der letzten Wettfahrt zurück nach Flensburg die Stunde der Entscheidung. Noch einmal mussten die Crews bei leichtem Wind konzentriert trimmen und jede kleine Böe mitnehmen. Nach dem Zieldurchlauf steuerte die Flotte die Tankstelle an, bevor im Heimathafen das große Aufräumen auf den Yachten begann.
Der krönende Abschluss fand schließlich auf dem Festland statt. Bei der feierlichen Siegerehrung wurde das Geheimnis um die Platzierungen gelüftet: Den Gesamtsieg der Herbstregatta sicherten sich Skipper Malte und seine Crew. Unter dem jubelnden Applaus der gesamten Flottille nahmen sie den begehrten Wanderpokal in Empfang. Mit bester Laune und vielen sportlichen Erinnerungen im Gepäck ging ein rundum gelungenes Regatta-Wochenende der Ostsee-Segler-Gemeinschaft zu Ende.


