Die Vorbereitungen
Die Wettervorhersage hatte es eigentlich ziemlich deutlich angekündigt: 20 Knoten Wind in Böen! Das klang nach ordentlich Action auf der Alster. Doch als wir am Steg ankamen, schien die Sonne, der Himmel war blau und die Alster sah eigentlich ganz harmlos aus. Also: Was soll schon schief gehen?
Die Crews wurden verteilt, 7 Boote machten sich startklar und das Motorboot legte schon einmal die Bahn aus.
Auf dem Wasser dann schon ordentlich Druck in der Luft und die ersten Zweifel, ob die Wettervorhersage vielleicht doch Recht haben könnte kamen auf. 5-Minuten nach dem Ankündigungssignal folgte der Start: Up and Down, zwei Runden.
Zunächst lief alles nach Plan. Na ja… zumindest fast.
Das U-Boot
Und plötzlich war sie da – die angekündigte Windstärke. Auf der Alster bildeten sich tatsächlich Schaumkronen.
Am Ende schafften es immerhin vier Boote ins Ziel. Ein weiteres Boot musste zwischendurch ein Frau-über-Bord-Manöver fahren. Und dann ging auch noch die Ukulele Lady baden.
Damit war für den Hölper die Zeit gekommen, seine eigentlich so wichtige Funktion als Begrenzung der Ziellinie aufzugeben und stattdessen zu Hilfe zu eilen.
Die Rennleitung reagierte konsequent: Flagge N über H! Das unmissverständliche Signal: Alle nach Hause!
Ein Conger war vorsichtshalber noch auf dem Wasser geblieben, falls weitere Hilfe benötigt würde. Und der bekam nun ordentlich Fahrt und zeigte eindrucksvoll, was in ihm steckt.
Der Hölper rettete die Piraten-Segler, sammelte anschließend noch die Fußbodenbretter und sonstigen Überreste ein und schleppte schließlich das „U-Boot“ zurück in den Hafen. Teamwork war gefragt: Mit vereinten Kräften wurde der Pirat leergepumpt.
Am Ende waren alle wieder sicher an Land – und dank trockener Ersatzkleidung musste auch niemand den restlichen Nachmittag im nassen Ölzeug verbringen. Dann hieß es: Buffet eröffnen! Bei gutem Essen, Getränken und bester Stimmung konnten sich alle von den kleinen Abenteuern auf dem Wasser erholen.
Die Preisverleihung
Natürlich durfte die Preisverleihung nicht fehlen. Nach berechneter Zeit ergab sich:
Platz 1: Seewolf
Platz 2: Seeräuber
Platz 3: Venture
danach Pebber und auch der Kielzugvogel Ylva wurde noch in die Wertung aufgenommen, obwohl das Ziel zu diesem Zeitpunkt schon gar nicht mehr existierte.
Das Fazit
20 Knoten sind 20 Knoten (gemessen wurden 24 Knoten)– auch wenn die Sonne am Steg zunächst etwas anderes suggeriert.
Es wurde gesegelt, gekentert, gerettet, geschleppt, gepumpt und sogar eine nagelneue Packung Zigaretten geopfert. Aber das Wichtigste: Alle sind heil geblieben, alle hatten etwas zu erzählen und die Stimmung war hervorragend. Und damit war die Jubiläumsregatta genau das, was sie sein sollte: Ein bisschen sportlicher Ehrgeiz, eine ordentliche Portion Abenteuer und ganz viel OSG!


